Gründerreport 2019

Der DIHK-Gründerreport 2019 liefert wieder interessante Einsichten in das Gründergeschehen in Deutschland. Die Grundlage hierfür sind in erster Linie Erfahrungsberichte der Existenzgründungsberater in den IHKs sowie eine statistische Auswertung zum IHK-Gründerservice. Auch in 2019 sehen viele potentielle Existenzgründer von der Realisierung ihrer Geschäftsidee ab. Eine der entscheidenden Hürden ist und bleibt die Bürokratie in Deutschland.

DIHK-Gründerreport 2019

Der DIHK-Gründerreport 2019 dokumentiert das ansteigende Interesse junger Menschen an einer Unternehmensgründung, aber auch den weiterhin negativen Trend bei der Zahl der konkreten Existenzgründungen. Das Interesse an einer Existenzgründung in Deutschland ist zwar weiterhin groß, aber zu viele Hürden stehen einer tatsächlichen Realisierung des Gründungsvorhabens im Weg.

Um mehr junge Menschen zu einer Existenzgründung zu motivieren und hierbei zu unterstützen, hat die Bundesregierung gemeinsam mit anderen Partnern Ende 2018 eine Gründungsoffensive der Bundesregierung gestartet. Unterstützt wird das Projekt von der DIHK, dem Zentralverband des Deutschen Handwerks, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

Existenzgründer aus Überzeugung überwiegen

Drei Viertel der Teilnehmer an einer IHK-Gründungsberatung wollen aus Überzeugung Unternehmer werden. Gleichzeitig ist die Zahl der Existenzgründer mangels Erwerbsalternativen seit 2004 stark gesunken. Diese Trends sind vor allem auf die Konjunktur und den Arbeitsmarkt in Deutschland zurückzuführen. Beide haben sich in den vergangenen Jahren erfreulich entwickelt. Hierauf deutet auch die zurückgehende Zahl der IHK-Stellungnahmen zu Förderanträgen im Rahmen der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit hin. Die Stellungnahmen zu Anträgen auf einen Gründungszuschuss für Arbeitslose stellen hier den größten Anteil.

Bürokratie in Deutschland größte Hürde

In einer DIHK-Umfrage nannten mehr als die Hälfte der Befragten die Bürokratie in Deutschland als größte Hürde für eine Existenzgründung. Im Einzelnen wird auf komplizierte Formulare, komplizierte Genehmigungsverfahren und intransparente Antragswege genannt. Ein weiteres Ärgernis stellt die EU-Datenschutzgrundverordnung dar, die auch bestehenden Unternehmen viel Kopfzerbrechen bereitet. Daneben fordern Existenzgründer die folgenden Verbesserungen, um den Einstieg in die Selbständigkeit zu erleichtern:

  • Abbau der Steuerbelastung;
  • Einfacherer Zugang zu öffentlichen Fördermitteln;
  • Verbesserung der IT-Infrastruktur;
  • Mehr Angebote zur Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie;
  • Besserer Zugang zu Fremdkapital, insbesondere zu Beteiligungskapital und Investoren;
  • Besserer Zugang zu gut qualifizierten Fachkräften.

Einige Verbesserungen enthält das Bürokratieentlastungsgesetz III.

Handel und Dienstleistungen am beliebtesten

Für die angehenden Existenzgründer bleiben die Bereiche Handel und Dienstleistungen am beliebtesten. Hier lassen sich Geschäftsideen relativ schnell und mit vergleichsweise wenig Kapital realisieren.

Bildnachweis: Bild von StartupStockPhotos auf Pixabay

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