Thomas A. Edison

Thomas Alva Edison (1847-1931) ist sicherlich einer der erfolgreichsten Erfinder und Unternehmer der Welt. Sein wirtschaftlicher Erfolg gründete vor allem auf dem praktischen Nutzen seiner Erfindungen für große Teile der Wirtschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig hatten sie einen enormen Einfluss auf die weltweite technische und kulturelle Entwicklung. Es heißt, dass Edison mehr als ein Dutzend großartiger Unternehmen gegründet hat, wobei General Electric sicher das bedeutendste und erfolgreichste geworden ist.

Erfinder Thomas A. Edison

 Thomas A. Edison besuchte nur wenige Monate die Schule. Stattdessen wurde er größtenteils von seiner Mutter unterrichtet, die ihn auch stets zum Lesen zahlreicher Bücher animierte. Das erste auf Edison eingetragene Patent stammt aus dem Jahre 1869. Wie die meisten anderen erfolgreichen Unternehmer machte sich auch Thomas A. Edison frühzeitig selbständig. Bereits mit 22 Jahre gründete er zusammen mit dem älteren Franklin L. Pope die Pope, Edison & Co Company. Das Unternehmen entwickelte und patentierte Telegrafen mit Druckvorrichtungen, die vor allem zur Übermittlung von Börsenkursen eingesetzt wurden.

Forschung und Entwicklung

Mit dem Erlös aus dem Verkauf des Quadruplex-Telegrafen an Western Union errichtete Thomas A. Edison 1876 ein industrielles Forschungslabor in Menlo Park, ein Stadtteil von Edison in New Jersey (USA). Dort konzentrierte er sich mit mehreren Mitarbeitern auf Forschung und Entwicklung neuer Produkte in den Bereichen Elektrotechnik, Mechanik und Chemie. Das Kohlemikrofon (1876) und der Phonograph (1877) waren die ersten herausragenden Produkte, die in Wenlo Park entstanden.

Im Jahre 1878 startete Edison mit den Forschungsarbeiten zur Entwicklung der elektrischen Beleuchtung, die 1979 im US-Patent 223,898 „electric lamb“ mündeten. Zur damaligen Zeit galt es noch als unmöglich, eine konkurrenzfähige elektrische Glühlampe zu entwickeln. Den ersten praktischen Einsatz fanden die Glühlampen 1880 auf dem neu gebauten Dampfschiff Columbia der Oregon Railroad and Navigation Company.

Edison General Electric Company

Im gleichen Jahr gründete er mit finanzieller Unterstützung mehrerer Investoren (J.P. Morgan, Vanderbilt) die Edison Electric Light Company in New York City. Im Dezember 1880 folgte die Gründung der Edison Illuminating Company zur Elektrifizierung Manhattans in New York City. Es war der Prototyp für weitere Gesellschaften zur Elektrifizierung großer Städte in USA und Europa.

In den Folgejahren fusionierte Edison auf Anraten seiner Berater die verschiedensten Unternehmen zur Edison General Electric Company, um dadurch eine zentrale Unternehmensleitung zu gewährleisten. Der Stromkrieg mit George Westinghouse hatte jedoch schon einen enormen finanziellen Tribut gefordert. Im Zuge der Fusionierung musste Edison daher die Kontrolle über die Edison General Electric Company aufgeben und 1892 dem Zusammenschluß mit Thomson-Houston Electric Company zustimmen. Diesen finanziellen Coup zur Errichtung des Stromgiganten General Electric Co. arrangierte im Hintergrund J.P. Morgan. Neuer Chef bei General Electric wurde Charles A. Coffin, bisher Leiter von Thomson-Houston Co.

Erfindung der Filmindustrie

Dank der Erlöse aus dem Verkauf seiner General Electric Aktien widmete sich Thomas Edison fortan wieder der Forschung und Entwicklung neuer Produkte. Die in seinem Labor entstandene Filmkamera (US-Patent Kinetograph) und der Filmbetrachter (US-Patent Kinetoscope) bildeten die Basis für „bewegte Bilder“ und die ersten Kinos in New York City, London und dem restlichen Europa. Die Edison Studios (Teil der 1889 gegründeten Edison Manufacturing Company) produzierten rund 1.200 Kurzfilme. Damit gilt Thomas Edison auch als Begründer der Filmindustrie, an der er kräftig mitverdiente.

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