Auswege aus der Unternehmenskrise

Eine Unternehmenskrise kann jede Firma irgendwann treffen, ungeachtet des bisherigen Erfolges. Ein Trendbruch in der Branche, ein Konjunktureinbruch, Finanzkrisen bis hin zu einem geänderten Konsumverhalten der Kunden können Anlass für eine Krise sein. Dabei machen sich Krisen in der Regel frühzeitig bemerkbar, so dass Unternehmer die Möglichkeiten haben, Interventionsmaßnahmen zu ergreifen. Der Faktor Zeit spielt eine substanzielle Rolle, um eine Krise zu meistern. Wer frühzeitig reagiert, kann eine Insolvenz abwenden und die Kurve kriegen. Deshalb ist es bedeutsam, auf erste Umsatzeinbußen, auch im kleineren Bereich, zu reagieren und zu ergründen, welche Ursache dem zugrunde liegt.

Unternehmenskrise

Die Zeichen einer Unternehmenskrise früh erkennen

Im folgenden Ratgeber folgen einige Impulse, die Aufschluss darüber geben, welche Anzeichen auf eine Krise hindeuten. Zusätzlich werden mögliche Lösungsansätze dargestellt, um Auswege aus einer Unternehmenskrise aufzuzeigen. Auf diese Weise können Unternehmer die Lage im Griff behalten, auch wenn sich eine Krise im Unternehmen schrittweise anbahnt.

Digitalisierung: Chance und Risiko zugleich

Der technische Fortschritt hat mit einem Mal das wirtschaftliche Leben auf den Kopf gestellt. Ganze Branchen, die vor wenigen Jahren noch als zukunftssicher galten, sind durch die Digitalisierung weggebrochen. Digitale Softwarelösungen machen viele Dienstleistungen obsolet. Andererseits hat die Digitalisierung für einen wirtschaftlichen Aufschwung gesorgt. Somit stehen der technische Fortschritt im allgemeinen und die Digitalisierung im besonderen gleichermaßen für Chancen und Risiken.

Für erfolgreiche Unternehmer ist es von essenzieller Bedeutung, diese Entwicklungen im Fokus zu behalten. Im Hinblick auf die eigenen Produkte und Dienstleistungen ist es unabdingbar, mit einem gewissen Abstand sachlich zu ergründen, ob und inwieweit die eigene Geschäftsidee zeitkonform und wettbewerbsfähig ist. Gibt es Anzeichen dafür, dass die Nachfrage in Zukunft sinken wird? Besteht die Gefahr, dass die eigene Dienstleistung durch softwarebasierte Lösungsansätze schrittweise ersetzt wird?

Mit einer frühzeitigen Analyse der Marktlage ist es möglich, auf Veränderungen zu reagieren. Dies können Modernisierungsmaßnahmen im Unternehmen sein, aber auch ein kompletter Produkt- oder Branchenwechsel, was natürlich radikale Maßnahmen sind und meist viel Geld kosten. Hierzu wäre dann eine Finanzierung in Form eines Firmenkredits notwendig, wobei ein Vergleich der Konditionen verschiedener Banken über spezielle Finanzdienstleister wie Compeon empfehlenswert ist.

Unternehmensberatung für Gründer und etablierte Unternehmen

Es erweist sich oftmals schwierig, das eigene Unternehmen objektiv zu beurteilen. Deshalb ist es hilfreich, einen erfahrenen Unternehmensberater in die Anlayse einzubeziehen. Hieraus ergeben sich zahlreiche Vorteile, die sich positiv auf das eigene Unternehmen auswirken. Existenzgründungsberater und Unternehmensberater können dabei helfen, Schwächen im Unternehmen zu erkennen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Vor allem Existenzgründer verfügen in der Regel über wenig Erfahrung, so dass Fehlentscheidungen und -kalkulationen zu Krisen führen können. Die eigenen Ziele, unter anderem die Umsatzziele, können unrealistisch sein und eine Verschuldung zur Folge haben. Mithilfe einer kompetenten Beratung kann ergründet werden, inwieweit der Businessplan den realen Bedingungen standhält.

Abseits davon profitieren auch etablierte Unternehmen von einer solchen Beratung. Schließlich sind auch erfolgreiche Unternehmen nicht vor Unternehmenskrisen sicher. Unternehmensberater prüfen, ob es branchenspezifische Risiken gibt und welche Maßnahmen helfen können, den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu begegnen.

Zwei Arten von Krisen im Überblick

Eine Unternehmenskrise hat viele Gesichter, weshalb es wichtig ist, den Ursprung einer Krise ausfindig zu machen. Anhand dessen können adäquate Gegenmaßnahmen initiiert werden, um die Krise als Unternehmen zu meistern. Es folgt ein erster Überblick, der aufzeigt, welche Arten von Krisen es gibt.

Strategische Krise

Eine strategische Krise hat ihren Ursprung in der Geschäftsführung. Fehlentscheidungen der Geschäftsführer können eine Kette von weiteren Fehlern auslösen, welche eine Krise hervorrufen. Eine hohe Fluktuationsrate im Unternehmen kann auf schlechte Arbeitsbedingungen zurückzuführen sein. Die Fluktuation kann wiederum zu weiteren Krisen führen, wie zum Beispiel zu Imageschäden des Unternehmens, infolge der Unzufriedenheit vonseiten der Mitarbeiter.

Des Weiteren kann eine Fehlinvestition eine strategische Krise hervorrufen. Dies kann der Versuch sein, als Unternehmen zu expandieren, wobei es gleichzeitig zu Umsatzeinbußen kommen kann, weil die Geschäftsidee nicht den erhofften Erfolg bringt. Dies kann schlimmstenfalls zur Insolvenz führen, sofern die Gewinnmarge in naher Zukunft nicht wächst.

Liquiditätskrise

Die Liquiditätskrise ist schon eine ernst Vorstufe zur Insolvenz, denn in dieser Krise sind Unternehmen nur bedingt in der Lage, mit eigenen liquiden Mitteln den Betrieb ordnungsgemäß aufrechtzuerhalten. In dieser Krise ist es von elementarer Bedeutung, auf allen Ebenen zu reagieren, um nach Möglichkeit die Insolvenz zu verhindern. In der Liquiditätskrise nehmen Unternehmen häufig Kredite auf, was jedoch die Gesamtlage verschlimmern kann.

Allgemein spricht man auch von sogenannten „Zombie-Unternehmen„. Es sind Unternehmen, deren Geschäftsidee nicht auf fruchtbaren Boden fällt, die aber dennoch weiterhin existieren, indem sie sich mithilfe von Schulden über Wasser halten.

Beitragsbild: Bild von mohamed Hassan auf Pixabay

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