Nebenberuflich selbständig

Job, Arbeit, Kündigung Nebenberuflich selbständig ist für viele Existenzgründer ein notwendiger Zwischenschritt, um sich selbst, ein Produkt oder eine Geschäftsidee neben einem Job in einem anderen Unternehmen zunächst am Markt zu testen und zu etablieren. Wer sich nebenberuflich selbständig macht, sucht meistens eine zusätzliche Erwerbsquelle zum bisherigen Einkommen oder so den (Um-)Weg in die volle Selbständigkeit. Insbesondere der Anteil der weiblichen Selbständigen ist in diesem Bereich sehr hoch. Weiterlesen

Gründungszuschuss für Existenzgründer

Geld für ExistenzgründerDer Gründungszuschuss für Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit wurde durch das Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt neu geregelt. Leider sind die Änderungen – anders als der Name des neuen Gesetzes vermuten lässt – für Existenzgründer mit einigen Nachteilen verbunden, die ich nachfolgend kurz vorstellen will. Neuerdings liegt es im Ermessen der Bundesagentur für Arbeit, Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit mit dem Gründungszuschuss finanziell zu unterstützen. Umso wichtiger ist es, den Antrag auf Gründungszuschuss mit einem perfekten Businessplan gut vorzubereiten. Weiterlesen

Checkliste zur Existenzgründung

Checkliste zur Existenzgründung

Die nachfolgende Checkliste zur Existenzgründung zeigt die wichtigsten Stationen auf dem Weg in die Selbständigkeit. Sie enthält alle wichtigen und notwendigen Schritte zur Vorbereitung und Planung der Existenzgründung. Es beginnt mit einem Unternehmertest zur Überprüfung der eigenen Persönlichkeit, gefolgt  von der Analyse der Geschäftsidee bis hin zur Unternehmensgründung und Gewerbeanmeldung.

Eine strukturierte Planung und Vorbereitung der Existenzgründung anhand einer Checkliste erleichtert den Weg in die persönliche und finanzielle Unabhängigkeit. Ferner lassen sich dadurch die meisten Fehler vermeiden, die viele andere Existenzgründer schon vor Ihnen gemacht haben. Eine Existenzgründung in Deutschland ist eine komplexe Angelegenheit. Eine Begleitung durch professionelle Berater kann die Erfolgschancen deutlich erhöhen.

Inhalt:

  1. Unternehmertest vor Existenzgründung
  2. Analyse der Geschäftsidee
  3. Information und Beratung zur Existenzgründung
  4. Standort auswählen
  5. Entscheidung über die Rechtsform
  6. Kapitalbedarf ermitteln
  7. Businessplan erstellen
  8. Finanzierung sicherstellen
  9. Unternehmensgründung
  10. Gewerbeanmeldung oder Antrag auf Zulassung
  11. Fragebogen zur steuerlichen Erfassung
  12. Einrichtung der Buchführung
  13. Risiken & Versicherungen
  14. Marketing und Werbung
  15. Scheinselbständigkeit vermeiden
  16. Rentenversicherungspflicht für selbständige Unternehmer prüfen
  17. Weiterführende Informationen zur Existenzgründung

1. Unternehmertest vor Existenzgründung

Mit einem Unternehmertest kann man herausfinden, ob man wirklich das Zeug zum Unternehmer hat. Es ist nicht jeder dazu geschaffen, ein Leben als Chef des eigenen Unternehmens zu führen. Anhand des Unternehmertest lässt sich prüfen, ob die

  • persönlichen, fachlichen und finanziellen Voraussetzungen sowie
  • die richtige Einstellung des Unternehmers und seines nahen Umfelds

gegeben sind. Fühlt man sich als Unternehmer wirklich wohl? Ist man für die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen ausreichend vorbereitet?

2. Analyse der Geschäftsidee

Zu den zentralen Aufgaben einer guten Vorbereitung der Existenzgründung gehört die Analyse und Optimierung der Geschäftsidee. Selbst der beste Unternehmer kann ohne eine gute Geschäftsidee nicht überleben und umgekehrt gilt das Gleiche.

Die Geschäftsidee ist das Startkapital des Existenzgründers. In den seltensten Fällen ist die Geschäftsidee von Anfang perfekt ausgereift. Viel häufiger besteht zu Beginn nur eine ungefähre Vorstellung, die mit externer Hilfe weiterzuentwickeln ist. Die wesentlichen Elemente der Geschäftsidee sollten so früh wie möglich schriftlich dokumentiert werden, ohne daß es zu diesem Zeitpunkt auf die Form ankommt. Mit gezielten Fragen lässt sich die Geschäftsidee dann auf Herz und Nieren überprüfen und optimieren.

3. Informationen und Beratung zur Existenzgründung

Wer in seinem Unternehmertest oder bei der Geschäftsidee noch Schwächen bzw. Lücken entdeckt oder insgesamt Zweifel verspürt, sollte sich die notwendige Gewißheit durch externe Beratung verschaffen. Neben der individuellen Existenzgründungsberatung gibt es viele Möglichkeiten, sich vor der Unternehmensgründung zu informieren oder weiterzubilden.

In jedem Falle lohnt sich ein Gespräch mit einem kompetenten IHK-Gründungsberater, um möglichst früh die Stärken und Schwächen der Geschäftsidee zu analysieren. Ein erfahrener Existenzgründungsberater kann die Erfolgs- und Gewinnaussichten realistisch beurteilen und bei einer passenden Finanzierung mithelfen.

4. Standort auswählen

Der Standort ist einer der wesentlichen Faktoren für den Erfolg und betrifft nahezu alle Aspekte und Bereiche eines Unternehmens:

  • Anzahl und Qualität der Kunden;
  • Lieferanten;
  • Konkurrenten und Wettbewerber;
  • Qualität und Kosten der Mitarbeiter;
  • Lebenshaltungskosten und -qualität;
  • Verkehrsanbindung und
  • sonstige Infrastruktur.

Den idealen Standort gibt es nicht. Vielmehr ergibt sich der beste Standort bei der Analyse der Vor- und Nachteile verschiedener Standorte und  Besonderheiten des Unternehmens sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen.

5. Entscheidung über die Rechtsform

Der oder die Existenzgründer können sich aus dem Katalog der gesetzlich vorgesehenen Rechtsformen die am besten geeignete Rechtsform auswählen.

Zu den beliebtesten Rechtsformen gehören

  • die GmbH,
  • das Einzelunternehmen und
  • die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR).

Infografik: GmbH weiter hoch im Kurs | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Die GmbH ist in der Praxis nach wie vor die beliebteste Rechtsform für kleine und mittlere Unternehmen. Sie ist nahezu für jeden Zweck geeignet, sei es im Alleingang oder im Team. Nichtsdestotrotz sollte man die Vor- und Nachteile der GmbH für das eigene Vorhaben gegeneinander abwägen.

Das Einzelunternehmen ist die klassische Lösung für Existenzgründer, die sich alleine selbständig machen wollen. Niedrige Gründungskosten und einfaches Handling zeichnen diese Rechtsform aus. Eine Betriebshaftpflichtversicherung bzw. Vermögenshaftpflichtversicherung mit ausreichender Versicherungssumme ist angesichts der unbegrenzten Haftung des Inhabers ein Muss.

Die UG (haftungsbeschränkt) ist als sog. Mini-GmbH für Existenzgründer mit wenig Kapital die passende Alternative, um von Anfang an eine Kapitalgesellschaft mit Haftungsbeschränkung zu haben.

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist die Standardlösung für Existenzgründer, die im Team und ohne allzu hohen Gründungskosten starten wollen.

Eine spätere Umwandlung eines Einzelunternehmens oder einer GbR in die GmbH sollte niemals ohne vorherige Beratung erfolgen.

6. Kapitalbedarf ermitteln

Finanzierungslücken und Liquiditätsprobleme gehören zu den häufigsten Ursachen, die junge Unternehmer zur Aufgabe zwingen. Mit der Finanzierung steht und fällt das Geschäft. Zu häufig werden die Einnahmen in den ersten 3 Jahren zu optimistisch und die Kosten in den ersten 5 Jahren zu gering geschätzt. Das ist besonders ärgerlich, wenn die Geschäftsidee großes Potential hatte.

Folgende Bestandteile sind von Bedeutung:

  • Welche Eigenmittel sind verfügbar (Eigenkapital)?
  • Gibt es zusätzliche Sicherheiten, die eingesetzt werden können?
  • Denke an die privaten Lebenshaltungskosten.

Es ist in jedem Fall empfehlenswert, den Kapitalbedarf mit einem Gründungsberater zu besprechen.

7. Businessplan erstellen

Der Businessplan ist ein wichtiger Bestandteil zur Vorbereitung einer Existenzgründung. Eine Fremdfinanzierung mit oder ohne Fördermittel ist ohne einen guten Businessplan nicht denkbar. Verpflichtende Vorgaben zur Form und zum Aufbau eines Businessplans gibt es nicht.

In der Praxis hat sich ein modularer Aufbau mit folgenden Kapiteln bewährt:

  • Zusammenfassung des Businessplans
  • Infos zum Existenzgründer
  • Beschreibung der Geschäftsidee
  • Unternehmensgegenstand
  • Marktübersicht und Branche
  • Marketing und Werbung
  • Unternehmensorganisation
  • Chancen und Risiken
  • Finanzierung
  • Anlagen zum Businessplan

Im übrigen zeichnet sich ein guter Businessplan vor allem durch eine einfache und klare Sprache aus, ohne sich in technischen Details zu verlieren.

8. Finanzierung sicherstellen

Der Kapitalbedarf zur Finanzierung einer Existenzgründung in Deutschland ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Im Durchschnitt liegt er unter 20.000 Euro. Drei Viertel aller Existenzgründer realisieren ihr Gründungsvorhaben ausschließlich mit eigenen Sach- oder Finanzmitteln.

Wer auf externe Mittel angewiesen ist, hat meist einen deutlich höheren Finanzierungsbedarf. Für rund die Hälfte dieser Existenzgründer sind Familie und Freunde erste Anlaufstellen. Etwa ein Viertel des Finanzierungsbedarfs wird aus dem näheren sozialen Umfeld gedeckt. Banken, Sparkassen und andere Kreditinstitute finanzieren im Schnitt etwa die Hälfte des Kapitalbedarfs mittels Darlehen. Ein Fünftel stammt von Förderbanken, bei denen sog. Förderkredite beantragt werden.

Das Finanzierungsgespräch mit einer Bank ist mit einem Businessplan gut vorzubereiten. Die Vorbereitung läuft stets nach folgendem Muster ab:

  • Kapitalbedarf ermitteln.
  • Übersicht über Finanzierungsformen erstellen.
  • Bankgespräch vorbereiten und üben.
  • Alternativen zur Hausbank suchen.
  • Öffentliche Fördermittel in Anspruch nehmen.

Bei einer Ablehnung der Finanzierung muss das nicht zwingend am Gründer oder an der Geschäftsidee liegen. Die klassische Finanzierung mittels Bankkredit war für Existenzgründer und junge Unternehmer schon in der Vergangenheit schwierig. Diese Situation hat sich in den vergangenen Jahren eher verschlechtert. Umso wichtiger ist es, die Alternativen zum klassischen Bankkredit zu kennen.

9. Unternehmensgründung

Die meisten Existenzgründer sind Einzelgänger. Die Realisierung des Gründungsvorhabens erfolgt hier durch Gründung einer GmbH oder eines Einzelunternehmens. Gründerteams agieren meistens in der Rechtsform einer GmbH oder einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Diverse Onlineportale und Rechtsanwälte bieten interessante Pakete zur Unternehmensgründung mit Festpreisen an.

Angebot: GmbH gründen leicht gemacht

10. Gewerbeanmeldung oder Zulassung

In Deutschland herrscht Gewerbefreiheit. Die Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit muss jedoch unverzüglich angezeigt werden. Dies erfolgt durch die Gewerbeanmeldung.

Für die Ausübung bestimmter gewerblicher Tätigkeiten ist eine besondere Gewerbeerlaubnis erforderlich, die in der Regel mit weiteren Auflagen verbunden ist.

Viele Handwerksberufe sind geschützt und dürfen in selbständiger Weise nur mit einem Meisterabschluss ausgeführt werden. Das Onlineportal der Handwerkskammern ist eine erste Anlaufstelle, um sich diesbezüglich näher zu informieren.

Gewerbeanmeldung und Gewerbeerlaubnis

Ebenso sind auch viele freie Berufe geschützt und bedürfen einer besonderen Zulassung durch die Kammer. Das Institut für freie Berufe bietet einen guten Überblick und auch eine individuelle Gründerberatung an.

Anmeldung als Freiberufler beim Finanzamt (mit Muster)

11. Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

Der Kontakt mit dem Finanzamt beginnt unmittelbar nach der Unternehmensgründung. Die erste Aufgabe ist die Übermittlung des Fragebogens zur steuerlichen Erfassung. Mit Erteilung der Steuernummer kann das Geld verdienen beginnen. Unter der Steuernummer werden die laufenden Steueranmeldungen und jährlichen Steuererklärunungen ans Finanzamt übermittelt. Umfang und Turnus der Erklärungspflichten sind abhängig von der Rechtsform und der Größe des Unternehmens.

Muster zur Korrespondenz mit dem Finanzamt

12. Einrichtung der Buchführung

Die Buchführung ist Teil des Rechnungswesens im Unternehmen und die Basis der externen Rechnungslegung einschließlich Jahresabschluß bzw. Gewinnermittlung für das abgelaufene Geschäftsjahr.

13. Risiken und Versicherungen

Ein Unternehmen bringt je nach Branche und Größe unterschiedliche Risiken mit sich. Während Einzelunternehmer für Schäden bei Dritten mit ihrem gesamten Vermögen haften, greift bei der UG haftungsbeschränkt oder GmbH eine sogenannte Haftungsbeschränkung. Ungeachtet dessen sind auch Kapitalgesellschaften aufgefordert, für betriebliche Risiken entsprechende Versicherungen abzuschließen.

Existenzgründer und junge Unternehmen sollten mit folgenden Fragen zunächst ihren Versicherungsbedarf ermitteln:

  • Welche Risiken muss ich in meinem betrieblichen und privaten Bereich versichern?
  • Kann ich diese Risiken durch Sicherungsmaßnahmen vermeiden oder minimieren?
  • Welche Risiken können im Ernstfall die gesamte wirtschaftliche Existenz gefährden?
  • Welche Versicherungen sind für mich verpflichtend?

Eine Betriebshaftpflichtversicherung oder Vermögenshaftpflichtversicherung gehört zum Standard. In einigen Berufen ist sie sogar zwingend.

14. Marketing und Werbung

15. Scheinselbständigkeit vermeiden

Die Abgrenzung zwischen Selbständigkeit und abhängiger Beschäftigung wird nur sehr allgemein in § 7 Abs. 1 SGB IV geregelt. Hiernach handelt es sich um eine (sozialversicherungspflichtige) Beschäftigung, wenn jemand den Weisungen des vermeintlichen Auftraggebers unterliegt und in dessen Arbeitsorganisation eingebunden ist. Man spricht von einer Scheinselbständigkeit, wenn der vermeintlich „selbständige Unternehmer“ oder „freie Mitarbeiter“ in Wirklichkeit Beschäftigte/r eines Unternehmens i.S.d. § 7 Abs. 1 SGB IV sind.

Schnelltest zur Scheinselbständigkeit:

  1. Regelmäßig und dauerhaft nur für einen Auftraggeber tätig.
  2. Die Art und Weise der Tätigkeit für den Auftraggeber ist typisch für einen Angestellten im Unternehmen.
  3. Feste Arbeitszeiten und/oder fester Arbeitsplatz im Unternehmen des Auftraggebers.
  4. Nutzung der Fahrzeuge, Maschinen, Computer oder anderer Einrichtungen des Auftraggebers.

Die Gefahr einer Scheinselbständigkeit betrifft vor allem Subunternehmer und freie Mitarbeiter, die ohne Unternehmerrisiko dauerhaft nur für einen Auftraggeber arbeiten.

Die korrekte Abgrenzung anhand der richtigen Fragen ist im Einzelfall keinesfalls einfach. Existenzgründer und junge Unternehmer sollten jedoch nicht völlig ahnungslos in die Falle der Scheinselbständigkeit geraten.

16. Rentenversicherungspflicht für selbständige Unternehmer prüfen

Die gesetzliche Rentenversicherungspflicht für selbständige Unternehmer oder Freiberufler findet ihre Rechtsgrundlage in § 2 SGB VI sowie im Künstlersozialversicherungsgesetz. Hiernach unterliegen

  • bestimmte Berufsgruppen und
  • selbständige Unternehmer mit nur einem Auftraggeber und ohne eigene sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

einer Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Für Existenzgründer i.S.d. § 2 S. 1 Nr. 9 SGB IV (arbeitnehmerähnliche Selbständige) besteht für die ersten 3 Jahre nach erstmaliger Aufnahme der selbständigen Tätigkeit die Möglichkeit, sich von dieser gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen.

17. Weiterführende Informationen zur Existenzgründung

Hier findet man weiterführende Informationen zur Existenzgründung:

Links für Existenzgründer

Für Existenzgründer gibt es eine Menge hilfreicher und interessanter Webseiten im Internet, von denen ich die besten hier in alphabetischer Reihenfolge vorstellen will.

Links für Existenzgründer:

  1. Bundesagentur für Arbeit
  2. Deutsche Unternehmerbörse
  3. Deutscher Gründerpreis
  4. Deutscher Gründerpreis für Schüler
  5. DIHK
  6. Exist.de
  7. Existenzgruender.de
  8. Existenzgruenderinnen.de
  9. Existenzgründung in Deutschland (Überblick)
  10. Franchise-Portal
  11. Franchiseverband
  12. Förderdatenbank des BMWi
  13. Förderlotse des BMWi
  14. Formblitz.de
  15. German Accelerator
  16. Gründerland Bayern
  17. Gründerplattform der KfW
  18. Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen
  19. Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft
  20. Initiative „Unternehmergeist in die Schulen“
  21. Institut für freie Berufe
  22. KfW-Bank
  23. Mikrofinanzfonds Deutschland
  24. nexxt-change – Börse für Unternehmensnachfolgen
  25. Wir gründen in Deutschland – Migranten als Existenzgründer

Bundesagentur für Arbeit

Unter arbeitsagentur.de finden Existenzgründer Infos zur Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit, insbesondere zum Gründungszuschuss. Diesen leistet die Bundesagentur für Arbeit zur Sicherung des Lebensunterhaltes und zur sozialen Sicherung, sofern die Geschäftsidee eine tragfähige Selbständigkeit gewährleistet. Der Gründungszuschuss kann neben sonstigen öffentlichen Mitteln zur Förderung von Existenzgründungen gewährt werden. Die Leistung steht aber im Ermessen der Bundesagentur für Arbeit, so dass kein Rechtsanspruch darauf besteht. Es ist also wichtig, sich frühzeitig über die Voraussetzungen zu informieren. Wer die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit in Betracht zieht, sollte sich rechtzeitig mit der örtlich zuständigen Agentur für Arbeit in Verbindung zu setzen.

Deutsche Unternehmerbörse

Die Deutsche Unternehmerbörse hilft bei der Suche nach passenden Unternehmen zum Kauf oder als Franchisesystem. Unter DUB.de findet man eine Unternehmensbörse für den Unternehmenskauf und -verkauf im deutschsprachigen Raum. Die Franchisebörse bietet zahlreiche etablierte Unternehmenskonzepte zum sofortigen Einstieg. Ergänzend gibt es Artikel zu den einschlägigen Themen wie Nachfolge, Führung, Finanzierung, Gründung, Franchise, Recht & Steuern.

Deutscher Gründerpreis

Der Deutsche Gründerpreis wird jährlich an herausragende Unternehmer in den Kategorien Schüler, Startup, Aufsteiger, Lebenswerk und Sonderpreis für außergewöhnliche Unternehmerleistungen verliehen. Mit der Auszeichnung wird die Entwicklung innovativer und vor allem tragfähiger Geschäftsideen und der Aufbau vorbildhafter Unternehmen honoriert. In Kooperation mit dem BMWi verfolgen die Initiatoren das Ziel, ein positives Gründungsklima in Deutschland zu schaffen.

Den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie StartUp erhalten Existenzgründer, deren Unternehmen ein bis drei Jahre alt sind und besonders erfolgreich am Markt starten konnten. Der Preis in der Kategorie Aufsteiger geht an Gründer, deren Unternehmen außerordentlich schnell gewachsen sind und das Potenzial zur Marktführerschaft haben. Die Firmen dürfen höchstens zwischen vier und neun Jahre alt sein. In der Kategorie Lebenswerk werden Unternehmer gewürdigt, die mindestens eine erfolgreiche Firma in Deutschland mit einer beispielhaften Unternehmenskultur aufgebaut haben. Als vorbildliche Unternehmerpersönlichkeit übernimmt der Preisträger über seine unternehmerische Tätigkeit hinaus soziale Verantwortung.

Ein Experten-Netzwerk ermittelt bundesweit eine Reihe von Kandidaten in den Kategorien StartUp, Aufsteiger und Lebenswerk sowie beim Sonderpreis. Die drei besten Unternehmen in den Kategorien StartUp und Aufsteiger werden für den Deutschen Gründerpreis nominiert. Eine hochkarätige Jury wählt daraus die Preisträger aus.

Deutscher Gründerpreis für Schüler

Der Deutsche Gründerpreis für Schüler (DGPS) ist das bundesweit größte Existenzgründer-Planspiel für Jugendliche. Teams mit Schülern ab Klasse 9 verwandeln ihre Geschäftsideen in fiktive Unternehmenskonzepte inklusive Businessplan und Marketingstrategie.Der überzeugendste Markenauftritt erhält am Ende die bundesweite Ehrung. Mit der Inititative soll das Gründungsklima in Deutschland gefördert werden und potenziellen Unternehmern Mut zur Selbständigkeit gemacht werden.

dihk.de

Unter dihk.de findet man das Infoportal der Deutschen Industrie- und Handelskammern zu den Themen Unternehmensgründung und Unternehmensförderung.

exist.de

Exist.de bietet spezielle Infos für Existenzgründer aus der Wissenschaft, um das Gründungsklima an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu verbessern. Anzahl und Erfolg technologieorientierter und wissensbasierter Unternehmensgründungen sollen dadurch erhöht werden. Die EXIST-Programme sind Förderprogramme des BMWi und werden durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert.

existenzgruender.de

Unter existenzgruender.de findet man das sehr informative Portal des BMWi zur Existenzgründung in Deutschland. Es ist untergliedert in die Themenfelder Gründung vorbereiten, Unternehmen führen, Planer & Hilfen und Expertenforum. Ferner findet man unter existenzgruender.de eine ganze Reihe weiterer Links und Kontaktadressen. Das Portal ist Teil der Gründungsoffensive der Regierung, um die Zahl der Existenzgründer in Deutschland wieder zu erhöhen. Für einen neuen Gründergeist. Für mehr Gründungen.

existenzgruenderinnen.de

Das Portal existenzgruenderinnen.de richtet sich speziell an Frauen, die als Existenzgründerinnen den Schritt in die Selbständigkeit wagen wollen. Betreiberin ist die bundesweite gründerinnenagentur (bga) in Kooperation mit dem BMWi. Die bga ist Ansprechpartnerin für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, wenn es um Fragen der Existenzgründerinnen in Deutschland geht. Frauen spielen eine tragende Rolle bei der Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Die Zahl der Existenzgründungen durch Frauen zeigt in Deutschland einen leichten Aufwärtstrend. Rund ein Drittel der deutschen Unternehmen wird bereits von Frauen geführt.

Überblick zur Existenzgründung in Deutschland

Unter der Seite „Existenzgründung in Deutschland“ fasse ich die aktuellen Fakten und Trends zum Gründergeschehen in einem Überblick zusammen. Hierzu werden die jährlichen Reports und Studien zum Gründergeschehen in Deutschland ausgewertet und analysiert. Darüberhinaus fließen auch meine eigenen Erfahrungen im Rahmen der Beratung zahlreicher Existenzgründer und junger Unternehmer in den Überblick mit ein.

Franchise-Portal

Auf der Webseite franchiseportal.de kann man aktive Franchise-Systeme und Geschäftsideen finden, gegliedert nach Branchen und Regionen.

Franchise-Verband

Der Deutsche Franchiseverband hat in erster Linie die Aufgabe, die Interessen seiner Mitglieder wirtschaftlich und politisch zu vertreten. Darüber hinaus enthält die Webseite einen guten Systemfinder, um aus den 300 geprüften Franchiseunternehmen ein passendes zu entdecken. Die angebotenen Franchiseunternehmen lassen sich nach Branchen, erforderlichem Eigenkapital oder Qualitätssiegel filtern. Zu allen Franchise-Systemen sind ausführliche Informationen vorhanden. Für angehende Franchisenehmer ist auch die Expertensuche sehr hilfreich.

Förderdatenbank des BMWi

Die Förderdatenbank des BMWi ist ein vollständiger Überblick im Internet über alle Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union mit Suchfunktion. Eine Suche nach passenden Förderprogrammen ist möglich nach Region, Förderbereich, Berechtigten, Förderart oder Unternehmensgröße möglich.

Förderlotse des BMWi

Bund und Länder bieten ein vielfältiges Instrumentarium an Fördermitteln zur finanziellen Unterstützung einer Existenzgründung in Deutschland an. Die wichtigsten Förderprogramme werden im Förderlotsen des BMWi vorgestellt.

Formblitz.de

Formulare, Musterbriefe und -verträge von formblitz.de erleichtern Existenzgründern und jungen Unternehmen gerade zu Beginn den unternehmerischen Alltag. Die Redaktion von formblitz.de besteht aus spezialisierten Juristen, die sämtliche Download-Dokumente fortlaufend an die aktuelle Rechtslage anpassen.

German Accelerator

Das BMWi unterstützt mit germanaccelerator.com junge deutsche Unternehmer beim Ausbau ihres Netzwerks (Networking) sowie bei der Entwicklung globaler Vertriebs- und Marketingstrategien. Die Suche nach Investoren im In- und Ausland wird ebenfalls gefördert. Tragende Säule ist ein kostenfreies, dreimonatiges Intensivprogramm an verschiedenen Standorten weltweit. Währenddessen erhalten die jungen Unternehmer Zugang zu einem Netzwerk aus Mentoren, Partnern, Investoren und potenziellen Kunden. Ein Team vor Ort versorgt sie mit praktischen Tipps und Tricks rund um die oben genannten Themen.

Gründerland Bayern

Gründerland Bayern ist eine Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, die angehende Unternehmer mit diversen Angeboten rund um die Existenzgründung unterstützt. Die Initiative richtet sich an Gründer aller Branchen und in jeder Gründungsphase – von der Erstellung eines Businessplans über die Suche nach der passenden Finanzierung bis in die Wachstumsphase. Die Stärke der Initiative ist das große Netzwerk aus Mittelstand, Konzernen, Wissenschaft und Gründerszene.

Ein besonderes Förderprogramm in Bayern nennt sich Start?Zuschuss! und unterstützt technologieorientierte Unternehmensgründungen im Bereich Digitalisierung in der Startphase. Auf Basis eines Businessplan-Wettbewerbs suchen die Juroren besonders interessante Geschäftsideen heraus, die mit einem Zuschuss zur Existenzgründung belohnt werden.

Gründerplattform der KfW

Die Gründerplattform ist ein Beratungsangebot der KfW, die man vor allem im Zusammenhang mit der Finanzierung von Startups mittels Förderkrediten und Beteiligungskapital kennt. Das Besondere an der Gründerplattform der KfW ist die individualisierte Beratung der Existenzgründer mit umfassenden Informationen zu allen gründungsrelevanten Fragen.

Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen

Der Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“ richtet sich an innovative Existenzgründer unter Einsatz digitaler Technologien. Es finden jährlich zwei Wettbewerbsrunden statt, die zweistufig aufgebaut sind. In der 1. Phase erfolgen Anmeldung und Upload der Ideenskizze. Alle Teilnehmer erhalten eine individuelle SWOT-Analyse als Feedback. In der 2. Phase erfolgt die Auswahl der Preisträger aus den nominierten Teilnehmern.

Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine vielfältige und wichtige Branche in Deutschland, die eine besondere staatliche Unterstützung verdient. Dazu gehören sowohl freiberuflich arbeitende Künstler und Kulturschaffende als auch Kleinst- und Kleinunternehmer wie Kunsthändler, Agenten und Galeristen. In diesem Sinne hat die Bundesregierung in Kooperation mit weiteren Ministerien die Initiative gestartet. Die Umsetzung der Initiative in der Praxis wird von den Bundesländern, den Verbänden und zahlreichen einzelnen Akteuren unterstützt.

Initiative „Unternehmergeist in die Schulen“

Das Portal Unternehmergeist in die Schulen wurde für Schulleiter, Lehrer/innen konzipiert, um bei Schüler/innen so früh wie möglich den Unternehmergeist zu wecken. Aufbereitete Informationen rund um die Themen Wirtschaft und Existenzgründung sollen hierfür die ersten Grundlagen vermitteln. Schüler sind die potentiellen Existenzgründer von morgen. Es ist ein langfristiger Plan, aber hoffentlich erfolgreich. Wir brauchen in Deutschland wieder mehr innovative und kreative Unternehmer, um auch in Zukunft Stabilität und Wachstum zu sichern.

Institut für freie Berufe

Das Institut für Freie Berufe (IFB) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg e.V. ist eine der führenden Forschungs- und Beratungseinrichtungen für Freie Berufe in Deutschland. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Forschung über die berufliche und wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Freiberufler in ihrer Gesamtheit und ihrer Einzigartigkeit mit allen damit zusammenhängenden Herausforderungen und Fragen. Das Institut für Freie Berufe ist eine informative Anlaufstelle für alle Arten von Freiberuflern, die vor und nach der Existenzgründung fachmännischen Rat und Unterstützung brauchen. Angeboten werden individuelle Gründungsberatungen, fachspezifische Workshops und Seminare, geförderte Coachings für Freiberufler und ein reichhaltiges Angebot an Gründungsinformationen.

Kfw Bankengruppe

Existenzgründer mit Finanzierungsbedarf haben es nach wie vor schwer, bei herkömmlichen Banken oder Sparkassen einen Existenzgründerkredit zu realisieren. Sogar bei der langjährigen Hausbank ist es nicht selbstverständlich, daß man als zukünftiger Unternehmer mit einem Kredit unterstützt wird. Umso wichtiger sind solche Institute wie die KfW oder die LfA, die sich auf Existenzgründerkredite und die finanzielle Förderung der Existenzgründungen in Deutschland spezialisiert haben. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, daß man sich mit dem Thema Existengründerkredit in allen Details informiert, insbesondere zu Form und Aufbau eines Businessplans, Voraussetzungen der sog. Förderkredite und aktuelle Zinskonditionen. Ein guter Einstieg ins Thema ist der Produktfinder der KfW, der auch Beratern und Gründercoaches wichtige Infos bietet.

Mikrofinanzfonds Deutschland

Guter Einstieg in das Thema Mikrodarlehen für Existenzgründer und kleine Unternehmen.

nexxt-change – Börse für Unternehmensnachfolgen

Existenzgründer finden bei nexxt-change.org die bundesweit größte Unternehmensbörse mit Unternehmern, die einen passenden Nachfolger für ihr Unternehmen suchen. Wer sich selbstständig machen möchte, muss nicht zwangsläufig bei Null anfangen und eine eigene Firma gründen. Ein bewährter Weg in die Selbstständigkeit ist auch der Kauf bzw. die Übernahme eines bereits bestehenden Unternehmens.

Mit dem Portal unter nexxt-change vereinigen DIHK, Zentralverband des Deutschen Handwerks und die KfW-Mittelstandsbank viele einzelne Börsen zu einer übersichtlichen und leistungsfähigen Datenbank.

Wir gründen in Deutschland – Migranten als Existenzgründer

Migranten bilden seit vielen Jahrzehnten ein wichtiges Rückgrat der Wirtschaft in Deutschland. Darüber hinaus leisten sie einen überdurchschnittlichen Beitrag zum Gründergeschehen. Unter der Plattform wir-gruenden-in-deutschland.de finden ausländische Studierende, Akademiker in Deutschland sowie Fachkräfte aus dem Ausland viele Informationen, um Schritt für Schritt den Gründungsprozess zu planen.

Der Businessplan

Der Businessplan

Der Businessplan ist ein wichtiger Bestandteil zur Vorbereitung einer Existenzgründung. Für eine Finanzierung der Unternehmensgründung mittels Darlehen oder öffentlicher Fördermittel ist er sogar unabdingbar. Es gibt keine verpflichtenden Vorgaben zum Aufbau oder Aussehen eines Businessplans. In der Praxis hat sich dennoch ein modularer Aufbau mit Kapiteln zu den wichtigsten Themen bewährt.

Weiterlesen

Alternative Gründungsformen

Neben der Neugründung eines Unternehmens gibt es noch weitere Gründungsformen, um sich selbständig zu machen und seine finanzielle und persönliche Freiheit als Unternehmer zu finden. Mit dem Unternehmenskauf oder dem Einstieg in ein funktionierendes Franchise-System stehen heutzutage echte Alternativen zur Verfügung. Auch die Fortführung eines bestehenden Unternehmens im Wege der vorweggenommenen Erbfolge oder Unternehmenspacht ist eine denkbare Alternative. Alle Gründungsformen haben ihre Vor- und Nachteile, die man gegeneinander abwägen sollte. Weiterlesen

Fehler beim Startup vermeiden

Jeder Existenzgründer hat es selbst in der Hand, sein Unternehmen zum Erfolg zu führen und aus dem Startup eine nachhaltige Einkommensquelle zu generieren. Eine gründliche Planung auf Basis einer sorgfältigen Vorbereitung und soliden Finanzierung, eines vollständigen Businessplans und einer schonungslosen Analyse der Geschäftsidee ist hierfür jedoch unerlässlich. Obwohl es zum Thema Existenzgründung, Startup und Selbständigkeit unzählige Fachbücher, Webseiten und Tools gibt, scheitert dennoch ein großer Teil der Existenzgründer wegen der nachfolgend genannten Fehler und Mängel. Weiterlesen

Gründungszuschuss und Einstiegsgeld

Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit erhalten zur finanziellen Förderung in der Gründungsphase einer selbständigen Tätigkeit den sogenannten Gründungszuschuss oder ein Einstiegsgeld. Während der Gründungszuschuss für Bezieher des Arbeitslosengeld I gedacht ist, können Existenzgründer mit Bezug von Arbeitslosengeld II durch das sog. Einstiegsgeld finanziell unterstützt werden. Weiterlesen